Was ist ein Master Set?
Stand: 16.07.2026

Ein Master Set ist ein Sammelziel beim Pokémon-TCG: Du sammelst jede Karte eines Sets in jeder Variante, in der sie existiert — normal, Reverse Holo und Holo. Zum Vergleich: Beim Basis-Set zählt jede Kartennummer genau einmal, egal in welcher Ausführung sie in deinem Ordner liegt. Weil nicht jede Karte in jeder Variante gedruckt wird, ist der Umfang eines Master Sets von Karte zu Karte verschieden und insgesamt deutlich größer als die offizielle Set-Zahl. Das macht Master Sets teurer und langwieriger, für viele Sammler aber gerade deshalb reizvoll.
Basis-Set und Master Set im Vergleich
Der Unterschied liegt in der Zählweise. Beim Basis-Set gilt eine Karte als vorhanden, sobald du irgendeine Ausführung ihrer Nummer besitzt — welche Variante spielt keine Rolle. Der Nenner ist damit die offizielle Kartenzahl des Sets, etwa 190 von 190. Beim Master Set zählt dagegen jede Variante als eigener Slot: Eine Karte, die es in normal und Reverse Holo gibt, belegt zwei Plätze, nicht einen. Der Master-Nenner ist deshalb größer als die gedruckte Set-Zahl und lässt sich nicht am Cover ablesen.
Welche Varianten zählen
Zum Master Set gehören alle regulär im Set gedruckten Varianten einer Karte. Die normale Ausführung ist die Standardversion ohne Folie auf dem Bild. Die Reverse-Holo-Variante trägt die Glitzerfolie auf dem Kartenkörper statt auf dem Artwork und existiert bei den meisten Karten eines modernen Sets. Klassische Holos haben die Folie auf dem Bild und kommen vor allem bei selteneren Karten vor. Promo-Karten zählen üblicherweise nicht dazu: Sie sind im Katalog eigene Karten mit eigener Nummer und werden als separates Sammelziel geführt, nicht als Master-Slot.
Warum der Nenner pro Karte variiert
Der Umfang eines Master Sets steht nicht von vornherein fest, weil der Hersteller nicht jede Karte in jeder Variante druckt. Eine Common gibt es meist in normal und Reverse Holo, eine Holo-Rare oft nur als Holo, manche Karten zusätzlich in Sonderausführungen. Deshalb hat jede Kartennummer ihren eigenen kleinen Nenner: mal ein Slot, mal zwei, mal drei. Erst die Summe dieser Einzel-Nenner ergibt den Gesamtumfang des Master Sets. Wer das ignoriert und pauschal „zwei Varianten pro Karte" rechnet, verschätzt sich sowohl beim Umfang als auch bei den Kosten.
Was ein Master Set kostet
Die Kosten für ein Master Set liegen deutlich über denen des Basis-Sets, weil der Nenner größer ist und gesuchte Reverse-Holo-Versionen oft mehr kosten als die normale Ausführung. Rechnen lässt sich das wie beim Basis-Set: fehlende Slots auflisten, je Slot den aktuellen Marktpreis nachschlagen, summieren. Ein ehrlicher Haken kommt dazu: Nicht jede Variante hat einen eigenen belastbaren Marktpreis. Für eine selten gehandelte Reverse-Holo-Version fehlt manchmal jede Referenz — dann weist du sie als „ohne Preis" aus, statt sie mit null Euro schönzurechnen. Wie du die Fehlbeträge sauber summierst, steht unter Set vervollständigen: Kosten.
Master-Set-Fortschritt verfolgen
Ein Master Set von Hand nachzuhalten wird schnell unübersichtlich, weil der Nenner pro Karte wechselt. In pkmn.studio kennt die Set-Detailseite beide Modi: Im Basis-Modus zählt jede Kartennummer einmal, im Master-Modus jeder verfügbare Variantenslot. Der Fortschritt zeigt dir, wie viele Slots du hast und welche noch fehlen, und summiert die günstigsten fehlenden Karten zu einem Fehlbetrag. Karten ohne eigenen Marktpreis werden dabei getrennt ausgewiesen. So siehst du auf einen Blick, wie weit dein Master Set ist, ohne selbst Varianten zählen zu müssen. Mehr zum Erfassen unter Sammeln.
Häufige Fragen
- Zählen Promo-Karten zum Master Set?
- Üblicherweise nicht: Eine Promo ist im Katalog eine eigene Karte mit eigener Nummer, kein Ersatz für die reguläre Version. Wer Promos mitsammeln will, führt sie als eigenes Sammelziel neben dem Master Set. So bleibt der Fortschritt vergleichbar und du rechnest dir keine Lücke schön, die im Set selbst noch offen ist.
- Ist ein Master Set teurer als das Basis-Set?
- Ja, in aller Regel deutlich. Der Nenner ist größer, weil viele Karten in zwei oder drei Varianten existieren, und Reverse-Holo-Versionen gesuchter Karten kosten oft mehr als die normale Ausführung. Dazu kommt: Für manche Varianten gibt es keinen eigenen Marktpreis, ihr Beschaffungspreis ist also schwerer zu planen.
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