Zum Inhalt springen

Reverse Holo & Co.: Kartenvarianten erklärt

Stand: 08.09.2026

Illustration: vier identische Sammelkarten mit unterschiedlichem Glanz — matt, glänzendes Bild, glänzender Rahmen, Stempel

Reverse Holo bezeichnet eine Kartenvariante, bei der die Folie auf dem Kartenkörper liegt statt auf dem Artwork: Der Rahmen glitzert, das Bild bleibt matt. Alle Varianten teilen sich die Kartennummer, werden am Markt aber getrennt gehandelt.

Die Reverse-Holo ist bei 98 Prozent der Karten teurer als die normale Ausführung — auch bei Cent-Karten.

Das ist der Grund, warum die Variante zu den Pflichtangaben einer erfassten Karte gehört: Ohne sie lässt sich kein richtiger Marktpreis zuordnen.

Preisaufschlag der Reverse-Holo-Variante je Preisklasse
Normale Karte kostetReverse kostetFaktorKarten
unter 0,50 $0,36 $2,2×5.799
0,50 – 2 $5,53 $6,0×1.491
über 2 $23,81 $4,1×962

Medianwerte über 8.252 Karten, für die uns Marktpreise beider Varianten vorliegen (US-Markt in Dollar, Stand 08.09.2026). Der Faktor misst das Verhältnis beider Preise je Karte, im Median über die Klasse. Der Aufschlag ist in jeder Preisklasse da, am größten im mittleren Bereich. Seit der Erhebung vom 13.08.2026 ist die Grundlage von 2.157 auf 8.252 Karten gewachsen, weil unser US-Preisbestand zugelegt hat; die Klassen sind seither anders besetzt.

Der Grund liegt in der Packung: Ein Booster enthält typischerweise genau eine Reverse-Holo, während dieselbe Common in normaler Ausführung mehrfach vorkommt. Rund sieben von zehn Karten eines modernen Sets existieren in einer Reverse-Variante — sie ist keine Rarität, aber pro Karte seltener als das Original.

Die Varianten im Überblick

Vier Varianten begegnen dir in modernen Sets am häufigsten:

  • Normal: die Standardausführung ohne Folie, matt gedruckt.
  • Holo: klassische Folie auf dem Artwork, sodass das Bild glänzt — meist bei selteneren Karten.
  • Reverse Holo: Folie auf dem Kartenkörper statt auf dem Bild, sodass der Rahmen glitzert und das Artwork matt bleibt.
  • Promo: außerhalb des regulären Sets verteilte Version, oft mit eigenem Stempel oder eigener Nummer.

Woran du Reverse Holo erkennst

Die beiden Varianten unterscheiden sich in der Position des Glanzes. Bei einer Reverse-Holo glitzert die Fläche rund um das Artwork — Rahmen, Textbox, Hintergrund —, während das Bild matt bleibt. Bei einer klassischen Holo ist es umgekehrt.

Die Rückseite hilft nicht, sie ist bei allen Varianten gleich. Kippe die Karte ins Licht: Wandert der Glanz über den Rahmen statt über das Motiv, hast du eine Reverse-Holo.

Preisunterschiede zwischen Varianten

Die Varianten werden getrennt gehandelt und haben eigene Preise — mit dem Aufschlag aus der Tabelle oben, der auch bei Commons greift. Du ordnest einer Karte ohne Variante deshalb systematisch den falschen Wert zu.

Ein ehrlicher Punkt bleibt: Nicht jede Variante hat einen belastbaren Marktpreis. Für selten gehandelte Reverse-Versionen fehlt manchmal jede Referenz; dann gehört der Wert offengelassen, nicht geschätzt.

Varianten und das Master Set

Für das Basis-Set ist die Variante gleichgültig: Dort zählt jede Kartennummer einmal, egal ob normal, Holo oder Reverse Holo. Erst beim Master Set wird die Variante zum eigenen Sammelziel — dann brauchst du jede Karte in jeder gedruckten Ausführung, und der Nenner wächst entsprechend. Deshalb ist die saubere Unterscheidung der Varianten die Voraussetzung dafür, den Master-Fortschritt überhaupt korrekt zu zählen. Was ein Master Set genau umfasst und warum sein Umfang pro Karte variiert, erklärt Was ist ein Master Set?

In pkmn.studio werden Varianten getrennt geführt und einzeln bepreist, soweit der Markt eine belastbare Zahl hergibt. Wie du Varianten beim Erfassen sauber trennst, steht unter Sammlung digital erfassen.

Häufige Fragen

Ist Reverse Holo immer mehr wert als normal?
Fast immer, und deutlicher als vermutet. An 8.252 Karten mit Marktpreisen für beide Varianten gemessen liegt die Reverse-Holo bei 98 Prozent über der normalen Ausführung — im Median beim 2,2- bis 6,0-fachen, je nach Preisklasse. Auch bei Cent-Karten: dort kostet die normale Version im Median 0,19 US-Dollar, die Reverse 0,36. Für die konkrete Karte gilt trotzdem der konkrete Marktpreis; die Regel sagt dir nur, in welche Richtung du schauen musst.
Wie erfasse ich Varianten in einer Sammlung?
Die Variante gehört zu den vier Pflichtangaben je Karte, neben Set, Kartennummer und Zustand. Trag sie immer mit ein, denn ohne sie lässt sich kein korrekter Marktpreis zuordnen — dieselbe Nummer als normal oder Reverse Holo kann unterschiedlich viel wert sein. In der Praxis wählst du die Variante beim Anlegen der Karte aus einer festen Liste (normal, Holo, Reverse Holo, Promo). Wie du das über verschiedene Methoden hinweg sauber machst, beschreibt der Ratgeber zum digitalen Erfassen.

Deine Sammlung, mit ehrlichen Zahlen

pkmn.studio ist in offener Beta — kostenlos, ohne Einladung.